Sicher im Winter unterwegs mit der richtigen Einsatzplanung

Wie Sie Ihre Mitarbeiter mit einer angepassten Dienstplanung im Winter entlasten können

Mit Einbruch des Winters stellen Schnee, Eis und stürmisches Wetter nicht nur den Straßenverkehr, sondern auch den Arbeitsalltag vor besondere Herausforderungen. Die Frage, wie Arbeitnehmer sicher und pünktlich zur Arbeit gelangen können und welche Verantwortung Arbeitgeber dabei tragen, gewinnt in dieser Jahreszeit an Bedeutung. Arbeitgeber können mit einer durchdachten Planung nicht nur rechtliche Risiken minimieren, sondern auch ihre Mitarbeiter entlasten und den Betriebsablauf sichern.

Wegerisiko und Betriebsrisiko

Grundsätzlich wird zwischen Wegerisiko und Betriebsrisiko unterschieden:

Wegerisiko: Arbeitnehmer sind dafür verantwortlich, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Bei Verspätungen aufgrund von Schnee, Glätte oder Verkehrsstörungen besteht kein Anspruch auf Lohnzahlung für die nicht geleistete Zeit. Auch ein Nacharbeiten der verpassten Zeit, z.B. am Ende des Arbeitstages, kann der Arbeitgeber nicht einseitig erzwingen; etwaige Regelungen zu Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten können für den Ausgleich dieser Fehlzeit genutzt werden.

Betriebsrisiko: Wenn der Arbeitgeber seinen Betrieb aufgrund von Umständen wie Überschwemmungen schließen muss, ist er im Annahmeverzug und muss den Arbeitnehmern weiterhin Gehalt zahlen. Minusstunden dürfen nicht auf deren Zeitkonto verbucht werden.

Mehr Details zu den arbeitsrechtlichen Hintergründen haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengestellt:
Wegen Unwetter zu spät zur Arbeit

Zeitpuffer und optimierte Einsatzplanung im Winter

Um Arbeitnehmern den Weg zur Arbeit bei widrigen Winterbedingungen zu erleichtern und betriebliche Abläufe zu sichern, sollten Arbeitgeber vorausschauend planen. Insbesondere im Schichtbetrieb und bei festen Dienstzeiten ist eine durchdachte Dienstplanung entscheidend.

Was Arbeitgeber tun können:

1. Zeitpuffer einplanen:

  • Ermöglichen Sie zu Dienstbeginn einen Puffer, sodass Mitarbeiter auch bei leichten Verspätungen keine gravierenden Konsequenzen befürchten müssen.
  • In Schichtbetrieben können überlappende Schichtübergänge eingeplant werden, um die Kontinuität der Arbeitsabläufe zu gewährleisten.

2. Flexiblere Arbeitszeiten:

  • Nutzen Sie Gleitzeitmodelle oder räumen Sie ausreichend Spielraum auf dem Zeitkonto ein (auch für eventuelle Minusstunden), um Arbeitnehmern eine flexiblere Ankunftszeit zu ermöglichen.
  • Klären Sie rechtzeitig die Möglichkeiten für Ihre Mitarbeiter, an Tagen mit schlechter Witterung auch kurzfristig im Homeoffice arbeiten zu können.

3. Termine und Dienstwege anpassen:

  • Planen Sie interne und externe Termine so, dass sie auch bei ungünstiger Witterung realistisch erreichbar bleiben.
  • Prüfen Sie, wo Termine gegebenenfalls online durchgeführt werden können.

4. Stress reduzieren:

  • Überprüfen Sie die Arbeitsorganisation im Hinblick darauf, wo unnötiger Druck durch Verspätungen vermieden werden kann, z.B. in dem am Tag zuvor schon vorbereitende Arbeiten für den nächsten Tag erledigt werden können.
  • Legen Sie klare Kommunikationswege fest: Wer informiert wen bei einer Verspätung? Wer kann notfalls kurzfristig einspringen? So vermeiden Sie bei kurzfristigen Ausfällen unnötigen Stress.

Durch diese Maßnahmen können Arbeitgeber nicht nur den Betriebsablauf sichern, sondern auch für ein besseres Arbeitsklima sorgen – gerade in der fordernden Winterzeit.

Bleiben Sie dran:

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